Begleite mich auf meiner Weltreise


Vancouver via Honolulu nach Sydney

Posted by Josia Zaugg on September 1, 2017

48 Stunden Aufenthalt in Vancouver

Die Einreise am internationalen Flughafen von Vancouver hatte schon mal «super» angefangen. Zuerst wurde ich bombardiert mit Fragen wieso ich nur so kurz nach Kanada einreise, von welchen Ländern ich komme und wie viel Geld ich auf mir habe und so weiter. Beim Anstehen nach der Gepäckausgabe in Richtung Ausgang half ich dann einer chinesischen Frau einen Gepäckwagen zu schieben (Sie hatte zwei voll beladene Gepäckwägen die man unmöglich alleine schieben konnte). Bei der letzten Kontrolle vor dem Ausgang merkte die Kontrolleurin, dass dies nicht mein Gepäckwagen ist und ich kam ihr wohl etwas verdächtig vor. Ich wurde dann mit meinem ganzen Besitz, sprich dem Handgepäck, einer Sonderkontrolle zugewiesen. Dann durfte ich erstmals wieder viele Fragen beantworten währenddessen der Zöllner mein komplettes Gepäck untersuchte und alles auseinandernahm. Weil mich das ganze amüsierte und ich dem Zöllner umso verdächtiger erschien suchte er wohl nach Drogen. Zumindest fragte er auch was es so für Rauschmittel gibt in der Schweiz und ob ich das Zeug konsumiere. Alles was er fand und zu beanstanden hatte war ein Apfel von den USA, den ich natürlich nicht einführen durfte... Die Drohne war wiederum überhaupt kein Problem einzuführen nach Kanada... Eine Erfahrung die sicher zu einer Weltreise hinzugehört. Ich fand das Ganze auf jeden Fall amüsant!

48 Stunden waren mir ehrlichgesagt schon insgesamt zu kurz, da hätte man gut und gerne auch 4 Tage einplanen können... Am ersten Tag war ich dann auch lange auf den Beinen und lief 20 Kilometer quer durch die Stadt um möglichst viel zu sehen. Und tatsächlich habe ich doch so einiges gesehen, natürlich vieles dass mir sehr gut gefiel. Ausserdem ist Vancouver eine Traumstadt für alle Fotografen. Denn es gibt unzählige schöne Fotomotive und Spots wovon man super Bilder schiessen kann!

Vancouver war dann auch eine der Überraschungen für mich (nach Kapstadt und Rio de Janeiro). Ich wusste zwar, dass es eine schöne und attraktive Stadt sein soll. Dies mit eigenen Augen dann festzustellen ist aber schon noch mal was anderes. Die Skyline empfand ich als eine der schönsten die ich je gesehen hatte. Da können die amerikanischen Städte in denen ich war, nur schwer mithalten. Ausserdem eine grundsätzlich saubere und moderne Stadt, mal abgesehen von der einen Strasse wo geschätzte 200 Obdachlose, die meisten davon drogenabhängig, «leben». Definitiv kein schöner Anblick, wenn man die Leute auf belebter Strasse sieht wie sie sich Heroin oder was auch immer spritzen! Hat mich schon noch ziemlich verwundert sowas in Kanada zu entdecken… Diese Strasse passt aber ansonsten überhaupt nicht mit dem Stadtbild von Vancouver überein. Der grosse Stadtpark (Stanley Park) welcher etwas ins Meer ragt ist auf sicher ein Highlight welcher zum Verweilen einlädt. Denn die Aussicht von dieser «Halbinsel» auf die Skyline Vancouvers ist absolut der «Hammer»! Siehe Video unter: zu meinem Video

36 Stunden Aufenthalt auf Hawaii

Als die Air Canada Maschine von Vancouver in Richtung Honolulu abhob, machte sich in mir ein richtiges Glücksgefühl breit. Denn die untergehende Sonne färbte den Horizont in wunderschöne Rot- und Orangetöne. Die zweistündige Verspätung hatte also doch noch einen Vorteil! Da der Flug Richtung Westen war, flogen wir der Sonne quasi hinterher und das Spektakel dauerte eine knappe Stunde an, was man normalerweise ja nur einige Minuten beobachten kann am Boden… Auch darum liebe ich das fliegen! Ausserdem finde ich es einfach faszinierend mit einer solch enormen Geschwindigkeit und in einer solch extremen Höhe zu fliegen, wo der Mensch ohne künstlichen Sauerstoff keine paar Minuten zu überleben vermag… Nach sechs Stunden fliegen über dem Pazifik, landete ich unversehrt auf der Insel Oahu von Hawaii. Kurz nach Mitternacht dortiger Zeit, kam ich dann auch im Hostel an und wusste auch, dass die Rezeption nur bis Mitternacht besetzt wäre. Ich hatte dies meiner Unterkunft bereits per E-Mail mitgeteilt das ich eventuell kurz nach Mitternacht eintreffen würde. Als ich dann ankam, war aber leider schon niemand mehr vor Ort für den Check-In, dafür eine Nummer und ein Telefon. Zehn Minuten nach meinem Anruf kam dann auch eine verschlafene Frau und machte mit mir den Check-In. Bald darauf konnte ich mein Bett beziehen im schnarchenden Mehrbettzimmer.

Am kommenden Morgen war dann wieder einmal Waschen angesagt und weiterplanen meiner bevorstehenden Reise. Danach ging es dann mit Badehose und Drohne an den bekannten Waikiki Beach von Honolulu. Definitiv ein wunderschöner Strand, mit Wellen von denen die Surfer nur so träumen! Nachdem ich selber etwas in diesen Wellen geschwommen war, packte ich dann die Drohne aus und liess sie Richtung untergehende Sonne fliegen. Die Hochhäuser entlang des Waikiki Beaches sahen auch super aus mit dem reflektierenden Sonnenlicht. Natürlich war ich dann auch nicht der einzige mit einer Drohne und entdeckte gleich zwei weitere, gleiche Drohnen wie meine… Gar nicht so einfach, die dann voneinander zu unterscheiden, währenddessen man seine Drohne am Steuern ist!! Am Abend erwachte die Stadt dann so richtig und wurde zur Flaniermeile mit Strassenkünstlern und Marktständen vorne am Meer. Honolulu ist wirklich eine wunderschöne Stadt auf einer wunderschönen Insel und hat es definitiv verdient, als eine der schönsten Traumdestinationen angesehen zu werden.

Nach zwei Nächten ging es dann leider schon wieder weiter von diesem paradiesischen Fleckchen Erde. Zweifelsohne ist so ein Mini-Aufenthalt auf Hawaii nicht ausreichend um wirklich etwas gesehen zu haben von dieser Insel, bzw. den anderen sieben Inseln von Hawaii. Wenn ich wieder einmal zurückkommen sollte nach Hawaii, würde ich mir im Minimum eine bis zwei Wochen Zeit nehmen, um die Schönheit der Natur auch wirklich entdecken zu können! Mit der Billigairline Jetstar ging es dann innert zehn Stunden in die australische Hauptstadt, Sydney. Als ich dort ankam, bemerkte ich dann auch wie sich unglaubliche 20 Stunden Zeitverschiebung anfühlen. Ich hatte also anders gesagt knapp einen ganzen Tag verloren, aber es fühlte sich jedoch nur an wie 4 Stunden später… Darum hielt sich der Jetlag auch in Grenzen und war glücklicherweise innert zwei Tagen «auskuriert».

To go places and do things that have never been done before – that’s what living is all about.

Photographs by josia zaugg.