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Amerika

Posted by Josia Zaugg on August 1, 2017

Brasilien - Rio de Janeiro

Der halbstündige Transfer vom Flughafen zum Hostel kostete gleich viel wie die drei Übernachtungen in einem einfachen Hostel… Willkommen in Rio de Janeiro, einer gar nicht so günstigen Stadt wie ich es mir vorgestellt hätte. Das Essen beispielsweise kostet ähnlich viel wie in Deutschland. Für eine Tagestour, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten beinhaltet, zahlt man ab 70CHF aufwärts. Dafür ist der öffentliche Verkehr sehr günstig, für insgesamt zwei Stunden Fahrt in der Metro sowie veralteten Bussen zahlte ich gerade mal 6CHF.

Nun aber etwas mehr zu dieser wunderschönen, mit Hügeln übersäter Stadt: Mein Hostel lag im Herzen von Copagabana, dem wohl bekanntesten und belebtesten Stadtteil von Rio. Keine sechs Minuten Fussweg entfernt liegt der weltbekannte Copagabana Strand. Tatsächlich ein ganz besonderer Strand, denn es wimmelte nur so von Leuten auf dem Fussgängerweg dem Strand entlang. Alle paar Meter wird dir dann auch alles Mögliche angedreht, von handgemachten Souvenirs bis und mit Drogen (natürlich nicht ausgebreitet auf einer Decke aber man wird angesprochen ob man denn Interesse hätte).

Die Christusstatue die über der Stadt thront sowie der Zuckerberg sind natürlich auch ein Muss die man gesehen haben sollte. Auch ich konnte und wollte nicht darauf verzichten, beides von Nahem gesehen zu haben. Es hat sich dann auch sehr gelohnt, insbesondere die Aussicht vom Zuckerberg aus. Kein Wunder das da Tag für Tag tausende Touristen nach oben strömen! Mittels zwei Speed – Seilbahnen gelangt man an den wohl schönsten Aussichtspunkt von Rio. Die 360 Grad Aussicht ist grandios! Auf Drohnenaufnahmen müsst ihr leider verzichten da die Helikopter um den Zuckerberg kreisen und auch noch ein Flughafen in zwei Kilometern Entfernung liegt…

Zwei Minuspunkte hatten meinen kurzen Aufenthalt in Rio etwas getrübt. Erstens habe ich eine meiner fünf Kreditkarten verloren weil ich sie unüberlegt in meine rechte Hosentasche steckte. Als ich dann mein Handy zückte muss sie mir wohl herausgefallen sein. Zweitens war das nichts mit dem gebuchten Tagesausflug. Ich wartete dann vergebens eine Stunde beim vereinbarten Abholpunkt bis ich genug hatte und mich schlussendlich selbstständig zu den beiden Sehenswürdigkeiten auf den Weg machte. Diese acht Millionen Stadt hat mich dennoch in ihren Bann gezogen und es war eine tolle Zeit! Bis ein anderes Mal, Rio de Janeiro.

1 Tag in Kolumbien – Bogota

Wieso nur so kurz? Die günstigste Flugkombination in die USA hat das so ergeben. Meine Abflugdestination hiess Rio de Janeiro und via Panama bin ich nun für einige Stunden in dieser Stadt gelandet. Zuerst war ich mal schockiert über dessen Währung, den Kolumbianischen Peso. 100`000 Pesos kamen aus dem Bankomaten, der Umrechnungstarif zeigte mir jedoch gerade mal 37CHF an. Sprich die Währung ist etwa 1CHF zu 2500 Pesos. Definitiv etwas gewöhnungsbedürftig wenn der Liter Wasser mit 1850 Pesos angeschrieben ist.

Mit «so wahnsinnig» viel Geld in der Tasche konnte ich es mir dann auch so richtig gut gehen lassen. Für eine Übernachtung im Hotel Elegant Suite in der Nähe des Flughafens sowie zwei Mahlzeiten und einer dreiviertelstündigen Taxifahrt reichte es locker aus. Wobei man erwähnen muss, dass dieses «Hotel Elegant Suite» knapp einem 1 Sterne Hotel in der Schweiz gleichkommen würde! Naja, für 10 Franken pro Nacht kann man ja auch nicht viel erwarten… Ich hatte sogar ein Vierer Zimmer für mich alleine bekommen, nur direkt an einer hochfrequentierten Hauptstrasse zum Flughafen. Geschlafen habe ich dennoch gut.

Mein Mini – Aufenthalt in Bogota hatte dann auch super angefangen. Zuerst der Taxifahrer der sein Auto nicht starten konnte und wir es erst einmal anrollen mussten bis es startete. Dann der «Hotel Rezeptionist» der mehr als das doppelte an Geld verlangte als das, das bei mir auf der Buchungsbestätigung stand. Nach ein paar klaren Worten meinerseits war er dann auch einverstanden mit dem korrekten Betrag (25`000Pesos).

Mein Tag begann zuerst einmal mit Flugbuchungen innerhalb der USA. Nach zweistündiger Arbeit war ich dann auch ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Gebucht habe ich von Miami nach Las Vegas wo ich dann auch gleich 21 Jahre alt werde! Weiter nach Los Angeles, San Francisco bis Vancouver. Eine tolle Route finde ich und vor allem der Gesamtflugpreis ist wieder einmal bezaubernd. Insgesamt 6 Flüge mit American Airlines für günstige 347CHF. Bin wirklich happy darüber!

Danach fuhr ich mit «Bussen», welche bei uns höchstens noch im Museum zu finden sind, Richtung Zentrum. Dort staunte ich nicht schlecht über die Menschenmassen welche in den sehr breiten Fussgängerzonen flanieren. Etwas windig, dafür angenehme 20 Grad herrschten auf dieser doch sehr, sehr hoch gelegenen Stadt – 2500 Meter über dem Meeresspiegel (Säntishöhe). Nun sitze ich an einem der berüchtigten Schmugglerflughäfen der Welt, dem El Dorado Airport und warte auf den vier Stunden verspäteten Flug nach Panama…

To go places and do things that have never been done before – that’s what living is all about.

Photographs by josia zaugg.