Begleite mich auf meiner Weltreise


Japan Blog

Posted by Josia Zaugg on Dezember 12, 2017

10 Tage Japan

Eine dreistündige Verspätung zeigte die Anzeigetafel in der Flughafenlounge, am Internationalen Flughafen von Kuala Lumpur an. Statt zwei Uhr nachts, starteten wir dann schlussendlich vier Stunden verspätet mit dem Air Asia Airbus gen Osten. Sauer auf die Besatzung, die mir nicht einmal kostenlos eine Decke als Warteentschädigung herausrücken wollten, schlief ich hundemüde ein, währenddessen die Sonne über Malaysia aufging! Sechs Stunden Später, sogar einigermassen gut erholt, da ich meine Beine strecken konnte beim Notausgang, stieg ich aus dem Billigflieger und betrat das erste Mal japanisches Festland. Ich bestaunte die Restaurantschaufenster des Flughafens Osakas und amüsierte mich an den Schaufenstern der Lokale. In Japan können es sich die gutverdienenden Restaurants nämlich leisten, ihre «Karte» in 3D Plastikgerichten darzustellen. Teilweise sehen diese verblüffend echt aus, so dass ich anfangs meinte, das ist doch gekochtes, schön angerichtetes Essen, welches da präsentiert wird! Erst beim ganz genauen Hinschauen, erkennt man aber, dass das «Showgericht» doch nicht aus Lebensmitteln besteht, sondern aus Kunter farbigem Plastik. Willkommen in Japan – dem verrücktesten Land indem ich je war, wie sich bald herausstellen sollte!!

1 Nacht Osaka

Angekommen im Hostel, betrat ich mein Mehrbettzimmer mit 32 Bettkojen! Gefühlt habe ich mich, als wäre ich in einem Einzelzimmer, denn es waren neben mir nur drei weitere Personen, mit denen ich das Zimmer teilte. Eine Bettkapsel oder Koje besteht aus einer Matratze, die meist ziemlich breit ist (ca. 1.2-1.6m) und somit auch etwas Ablagefläche für das Gepäck bietet. Umgeben wird die Kapsel hinten und seitlich von Holzwänden, vorne durch einen verschiebbaren Vorhang. Das moderne Hostel bot nebenbei noch einen Gratis Fahrradverleih an, welchen auch ich mir nicht entgehen lassen wollte. Mittels der genialen Offline App «Maps Me», liess ich mich zum mir empfohlenen Stadtteil navigieren. Dort angekommen, befand ich mich auf einmal umzingelt von Hochhäusern und Menschenmassen, mitten im populärsten Stadtteil Osakas. Vor dem Sushi Restaurant, welches mir ebenso von den Hostel Mitarbeitern weiterempfohlen wurde, bildete sich eine lange Menschenschlange, welche wartete, bis drinnen wieder Plätze frei wurden. Dies war mir dann zu blöd und so entschied ich mich, nach langem Suchen und vergleichen der unzählbaren Restaurants, für einen kleinen Schuppen in der zweiten Etage. Ich bekam sowas serviert wie man in der Schweiz auch in einem Teppanyaki Restaurant serviert bekommen würde. Und ja es schmeckte, sprengte aber natürlich auch mein Durchschnitts - Tages - Essensbudget von 15 Franken😊

2 Tage Takatsuki

Heute sollte ich wieder einmal jemanden treffen, den ich bereits kannte aus der Schweiz. Leicht aufgeregt begab ich mich also auf den Weg, in die Nachbarsstadt Takatsuki. Ich war auf dem Weg, um meine ehemalige Berufsschullehrerin zu besuchen! An der richtigen Bushaltestelle auszusteigen, war dann gar nicht so einfach, da diese nur mit japanischer Zeichenschrift gekennzeichnet war. Doch offensichtlich stieg ich am richtigen Ort aus, denn kurz darauf später wurde ich wie vereinbart abgeholt von Ronja Sakata. Ihren spannend klingenden Nachnamen hat sie übrigens geerbt durch ihren japanischen Mann, den sie genau hier kennenlernte und dann auch heiratete😊 Sie hatte nun das Vergnügen mit ihrer Family, 11 Wochen in ihrem geliebten Land Japan zu verbringen. Beheimatet waren sie beim Schwiegervater in einem typisch japanischen, sehr schmalen Einfamilienhaus, wo auch ich für die kommenden zwei Tage nächtigen durfte. Ich bekam sogar das Bett zugewiesen von Mika, der mega herzigen, sechsjährigen Tochter Sakatas. Ich verstand mich sofort bestens mit ihr und ebenso fühlte ich mich sehr wohl und willkommen geheissen, in einem mir noch völlig fremden Land, bei jemand Fremden Zuhause! Es ist ausserdem ganz und gar nicht selbstverständlich, dass man in Japan eingeladen wird als Fremdperson. Der Schwiegervater kannte mich ja überhaupt nicht, war aber trotzdem so cool und lud mich zu sich Nachhause ein!

Die kommenden 48 Stunden sollten dann ein grosses Highlight, meiner sich bereits zu Ende neigenden Weltreise, werden! Nachdem die Nachmittagseinkäufe getätigt waren, begaben wir uns abends zu Fuss, zu einem typisch japanischen Restaurantlokal. Ganze neun Sitzplätze umrundeten zur Hälfte die Küche, so dass man direkt vom Gegenüber bewirtet wird. Ich wurde nun die nächsten eineinhalb Stunden so richtig verwöhnt! Ich bekam köstliche Edelsushi serviert, welche auch mal aus Aal oder Lachseiern bestand. Ich war hellauf begeistert von diesen Delikatessen, die ich mir mit meinem Weltreise - Tagesbudget, natürlich nie und nimmer hätte leisten können! Die mega nette Bedienung war dann ganz fasziniert von meiner Reise, welche Ronja für mich übersetzte und ich wiederum war ganz fasziniert, von dieser herzlichen Bewirtung! Nach der liebevollen Verabschiedung von unseren Gastgebern, trug ich die müde Mika auf meinem Rücken nachhause, wo wir uns sogleich alle Müde ins Bett fallen liessen.

Am nächsten Morgen wurde ich begrüsst mit Spiegeleiern, Yoghurt, Früchten und drei Centimeter dickem Toastbrot. Was für eine Abwechslung, verglichen zu dem trostlosen Hostelfrühstück, dass aller meistens aus Weisstoast, Butter und Konfitüre bestand! Danach spazierten wir mit unseren Drohnen vorbei an schmalen Häusern und Reisfeldern, zu einem grossen Sportplatz. Mika hatte noch das Vergnügen, mit einer modernen Reiserntemaschine, eine Runde mitfahren zu dürfen. Ein ganz spezielles Erlebnis, denn wer kann schon als sechsjähriges Kind behaupten, schon mal Reis geerntet zu haben! Auf dem Sportplatz packten wir dann unsere beiden Mavericks (Drohne Dji Mavic Pro) aus und machten sie startklar. Ich gab dann der begeisterten Ronja und Mika einen Einführungskurs. Was ich sehr bemerkenswert fand, war die Tatsache, dass die kleine dass Steuern der Drohne, schneller begriff wie es funktioniert, als ihre Mutter. Echt krass was es ausmacht, wenn man bereits als Kind aufwächst mit all dieser Technik!

Am Nachmittag begab ich mich dann mittels Bus und Bahn in die nahegelegene Stadt Kyoto. Ich fragte einen bereits etwas älteren Japaner, an welcher Haltestelle ich denn aussteigen müsse. Ich fragte nicht irgendjemanden, sondern genau ihn, weil er eine englische Zeitung las. In Japan kannst du dein Englisch so gut wie ganz vergessen, sobald du ausserhalb der Stadt angelangt bist… Begeistert gab mir der bereits etwas ältere und leicht alkoholisierte Japaner Auskunft und ausserdem auch noch einen Schluck von seinem Reiswein! Wir stiegen dann gemeinsam an der Haltestelle Kyoto Arashiyama aus und er hatte dann den Wunsch, mir auch noch einen Reiswein zu kaufen. Zurück kam er mit einer kleinen, herzigen Weinflasche inklusive Weinschale. Wir stiessen mehrmals miteinander an, unterhielten uns und liefen dann noch etwas weiter. Beim Maroni Stand kaufte er dann Maroni für uns beide und wir setzten uns auf eine Bank neben einem schönen Fluss.

Neben uns sassen zwei junge Frauen in einem traditionellen japanischen Kleid und wie sich nach gemeinsamen Fotos miteinander herausstellte, waren sie keine Japanerinnen, sondern Touristinnen aus Südkorea. Der nette Herr wollte zu unserer Begeisterung, noch weitere Fotos von uns mit einem anderen Hintergrund machen. Auf einmal kristallisierte er sich als völlig freiwilliger Stadtführer von uns drei Touristen heraus, denn es hörte nicht mehr auf mit Überraschungen! Nachdem er uns typisch japanische Kekse gekauft hatte, ging es weiter in den gewaltigen Bambuswald. Neben uns ragten tausende Bambusstangen, senkrecht etwa 20 Meter in den Himmel. Sowas hatte ich zuvor noch nie gesehen. Bei einem schintoistischen Schrein (sowas wie eine Gebetsstätte), zeigte er uns das Gebetsritual, welches wir dann auch ausprobierten. Nach etwa 90-minütiger Führung und nachdem er den beiden Koreanerinnen auch noch ein Geschenk gekauft hatte, brachte er uns zum Eingang einer wunderschönen Tempelanlage, wie ich kurz darauf feststellen sollte. Davor verabschiedete er sich von uns und wir bedankten uns ganz herzlich für seine Zeit, die er sich einfach so genommen hatte, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Und wie er das geschafft hatte, ja geradezu gerührt hatte es mich vor Erstaunen und Freude, dass es solche Menschen gibt! Definitiv eine weitere, unvergessliche Geschichte von meiner Weltreise!

6 Tage Tokyo

Mit dem wohl faszinierendsten Schnellzug der Welt, ging es 500 Kilometer, in 135 Minuten, von Kyoto nach Tokyo. Als «Bahnfan» freute ich mich wie ein kleines Kind in diesen Zug einzusteigen! So einiges hatte ich gehört und schon gelesen, und nun endlich durfte ich es auch Mal selber erleben. Jedes Mal, wenn der Kontrolleur unseren Wagen betrat, verbeugte er sich. Nachdem er unsere Billette kontrolliert hatte, den Zugwagen wieder verliess, verbeugte er sich wieder! Etwa sieben Mal hatte ich das Vergnügen, dies zu beobachten, währenddessen die Fahrt wie im Flug vorbeiging. Mit Geschwindigkeiten von 238km/h lief ich durch den Zug, bestaunte das Pissoir und den Rauchersalon, packte meine Launch Box aus und genoss die Leckere Sushi. Angekommen in der Acht Millionenstadt, stieg ich aus dem Shinkansen und warf noch einmal einen Blick ins Zuginnern, sah wie die Stühle in Sekundenschnelle um 180Grad gedreht wurden. Kurz darauf verlor ich mich in den gewaltigen Menschenmengen in einem der grössten Bahnhöfe der Welt. Willkommen in Tokyo Josia!

Zwei Japanerinnen bemerkten meinen hilflosen Blick und fragen mich, mit ihren wenigen Fetzen Englisch, wo ich denn hinmuss. Ich schaue nach auf meinem Handy, teile ihnen mit, welche Metro in welche Richtung. Mit einem Lächeln geben sie mir zu verstehen, dass sie tatsächlich genau auch in diese Richtung müssen. Zumindest bis zum Bahnsteig brachten sie mich und ich verabschiedete mich mit einigen «Aligatoo» (Danke). Mit allergrösster Mühe erreichte ich nach einmal umsteigen, die nächstgelegene Metrostation zu meiner Unterkunft. Mittels Maps Me liess ich mich die letzten 900 Meter durch den strömenden Regen dirigieren. Ich hatte zwar noch einen Regenschirm geschenkt bekommen von meinem Gastgeber aus Takatsuki! Dieser half aber nur halbwegs aus. Ich deckte meinen Rucksack noch mit einem Plastiksack ab, den ich an der Naht zerriss und so die doppelte Grösse erhielt. Ich hatte Angst, dass die viele Technik nass werden würde. Das ich selber nass wurde, war für mich dann nur noch Nebensache. Es ging nun darum, möglichst schnell die Distanz zurückzulegen und meine Technik zu retten. Ich rannte beinahe filmreif dem Pfeil auf meinem Handy hinterher und erreichte kurzdarauf, völlig durchnässt meine Unterkunft im Stadtteil Asakusa. Ich trocknete den Laptop, die Batterien welche etwas nass geworden sind. Glücklicherweise ging dann auch nichts kaputt!

Meine Unterkunft war ein älteres Dreisterne Hotel, in welchem es auch Mehrbettzimmer gab. Noch nie zuvor hatte ich jemals solch ein sauberes Mehrbettzimmer bezogen. Der japanische Schlafanzug, das topmoderne WC mit all ihren Knöpfen, waren für mich ebenso etwas Neues. Die kommenden sechs Nächte verbrachte ich in diesem Hotel, die längste Zeit in der gleichen Unterkunft. Und dies während meiner ganzen Weltreise… Sehr wohl hatte das was zu bedeuten! Ich lernte den herzlichsten Hotel Rezeptionisten kennen, den ich je hatte in meinem Leben. Die kommenden sechs Tage waren für mich dann extrem turbulent. Erstens war ich überwältigt von Japan dem Land an sich, insbesondere den Menschen und den letzten Tagen. Andererseits war ich etwas traurig gestimmt, da die Weltreise sich dem Ende zuneigte. Ich hatte noch immer keinen Rückflug gebucht in die Schweiz, was mich nicht gerade weniger nervös stimmte. Kein Wunder, lag ich nachts lange wach und hatte dann einen etwas komischen Schlafrhythmus entwickelt. Bis vier Uhr morgens wach, ausschlafen bis mittags…

Nichts desto trotz, konnte ich Tokyo geniessen und alles auch so richtig aufsaugen in mir! Ich erkundete doch so einiges, vorwiegend zu Fuss. Ich bestaunte die schönste Tempelanlage die ich jemals gesehen hatte, den Asakusa Tempel. Ich stand auf dem zweit höchsten Bauwerk der Welt, auf dem Skytree Tower. Was ich sah war Stadt. Stadt ohne Ende, soweit das Auge reichte. Ich war ja schon auf einigen der höchsten Bauwerke dieser Welt (Dubai, New York, Singapur usw.), aber dieser Ausblick, dieser hat bei mir noch einmal alles übertroffen! Herzlichen Dank an dieser Stelle Papa, dass du mir dies, wie schon vieles andere, nebenbei ermöglicht & bezahlt hast!!😊 Ich schlenderte durch Märkte, den Zoo und Essensgassen. Ich bestaunte die Menschenmassen an der meist frequentierten Strassenkreuzung der Welt. Durch Zufall verabredete ich mich noch einmal mit jemanden aus der Schweiz, den ich durch einen guten Freund von mir kennengelernt hatte. Wir assen gemeinsam Sushi in einem modernsten Sushi Restaurant, tranken japanisches Bier und unterhielten uns über dieses höchst faszinierende Land. Täglich probierte ich mehrere Male etwas vom günstigen Convenience Food aus. Die Auswahl ist einfach nur gigantisch und unglaublich kreativ! Und ich liess meine Drohne an verschiedenen Orten aufsteigen…

Einmal liess ich meine Maverick neben meiner Unterkunft aufsteigen. Ich liess die Finger von der Fernbedienung, sprich ich liess sie an Ort und Stelle schweben. Ich lag mich auf den Rücken auf einem betonierten Parkplatzboden. Ich schaute in den Himmel. Ich sah das Blinken der Drohne. Alles war bestens. Sie filmte gerade wie die Stadt dunkel wurde, wie die Nacht über Tokyo hereinbrach. Die Lichter gingen an, es wurde langsam dunkel. Ich kam mir zuerst ziemlich bescheuert vor, auf diesem kleinen Parkplatz am Boden zu liegen, umgeben von Autos und Häusern. Es war mir aber gleich. Denn in diesem Moment, überkamen mich wieder einmal Glücksgefühle. Was ich schon alles erleben, sehen und fühlen durfte in den letzten 66 Tagen, dies hatte all meine Erwartungen vor der Reise, um Weiten gesprengt. 15 verträumte Minuten später, die Fernbedienung beginnt zu piepsen. Das Zeichen dafür, dass der Akkustand nur noch gering ist. Kurz darauf lande ich langsam und sanft, mein geliebtes Stück Wundertechnik. Daraus wird es noch eine sogenannte Time Lapse geben😊

Das günstigste One Way Ticket von Tokyo nach Zürich, war etwa um die 500 Schweizerfranken. Eigentlich ein Normalpreis. Ich fand ihn teuer, sehr sogar. Selten fliegt man nämlich für diesen Preis, sogar Hin und zurück! Nach zehn Stunden vergleichen, es war etwa der 68. Tag meiner Weltreise, wollte ich ihn beinahe schon buchen. Dann kam wieder einmal eine WhatsApp Nachricht von meinem Dad. Er hatte noch einmal die Gabelflugkombination gefunden, die ich zuvor bereits entdeckt hatte, aber nur für eine Stunde lang zu dem Preis. Die Flugpreise ändern sich nämlich beinahe minütlich und sind so gut wie nie absehbar, wie teuer sie werden. Natürlich ganz bewusst… Zwischenzeitlich war der kommende Flugpreis massiv teurer. Die Gabelflugkombination sah folgendermassen aus. 12.10. Tokyo – Zürich, 8.11. Zürich – Singapur, 28.11. Singapur – Zürich. ALLE diese drei Flugkombinationen, alle mit Air China kosteten zusammen unglaubliche 750 Schweizerfranken. Ich musste nicht lange überlegen. Ich hatte noch nichts vor im November. Ich hatte noch Geld auf meinem Konto... Und Singapur ist die Drehscheibe in Südostasien, sprich von dort fliegt man sehr günstig in die umliegenden, günstigen Reiseländer. Ein klarer Fall für mich. Jetzt wo ich erst recht angefressen war vom Reisen! Minuten später war die Flugkombi gebucht. Ich konnte das Glück noch gar nicht fassen und habe es bis heute, den 5. Dezember, noch nicht wirklich… Obwohl ich auch schon wieder zurück bin von diesem Trip. Ich war 5 Nächte in Singapur und sie wurde zu meiner aktuellen Lieblingsstadt! Danach ging es noch für 13 Tage nach Thailand. Und ja, mein Ziel habe ich erreicht, ich konnte mich erholen! Das Thema Verarbeiten ist wiederum noch ein anderes… Damit werde ich noch lange, lange befasst sein😊

10 Tage Japan – Mein Fazit

Ob ihrs glaubt oder nicht, Japan wurde mein Favoritenland. Ich habe mich verliebt in dieses Land. Mein letztes Land, hat Australien tatsächlich noch vom ersten Platz verdrängt. Ich war enorm beeindruckt worden von den Japanern. Diese Disziplin, dieser Ehrgeiz, diese Anständigkeit, diese Höflichkeit, diese Grosszügigkeit von einem Volk, habe ich noch nirgends anderswo auf diesem Planeten wahrgenommen. In einigen dieser Eigenschaften sind die Japaner wohl auch Weltmeister! Mir liegen diese Charaktereigenschaften sehr am Herzen und genau darum haben mich die Japaner auch so wahnsinnig fasziniert. Was für eine Vorbildfunktion für andere. Natürlich in gesunden Relationen. Denn manchmal übertreiben sie es auch die Japaner. Wenn man dann zu diszipliniert ist und sich derart überarbeitet bis zum Tod, dann ist die Grenze wiederum meilenweit überschritten...

Die grenzenlose Kreativität, sei es was das Essen anbelangt oder auch die Technik. Die Sauberkeit der grössten Stadtmetropole der Welt. Die sehr wenigen Autos und die Pünktlichkeit der Züge… All das hat mich verblüffen lassen! Wie eisern diszipliniert in «Einerreihen» angestanden wird vor der einfahrenden Metro, beobachtete ich mit offenen Mund. Die WC Spülfunktionen, einfach nur unglaublich. Ich empfand es zwar fast als übertrieben. Genauso die «Stromverschwendung» für alle möglichen technischen Geräte, Hilfsmittel ect. Zum Beispiel die Taxitüre öffnet sich vollautomatisch und muss nur von Hand geschlossen werden… Dann noch das Thema Schüchternheit. Ja die Japaner sind schüchtern. Dies hat mit ihrer Kultur zu tun. Wenn ein englischsprachiger Tourist auf einen zukommt, prallt man in der ersten Sekunde wie auf eine Blockade. Nicht weil sie dir nicht helfen wollen. Nein ganz im Gegenteil, sie haben eher Angst ohne ihr Englisch dir helfen zu können! Sobald du aber einen Fetzen Japanisch sprichst, sei es auch nur: «konnichiwa, wa doko desuka» (Guten Tag, wo ist…) sprichst, dann hast du diese Blockade zu einhundert Prozent gelöst und sie werden alles tun um dir auf irgendeine Art helfen zu können! Ihr Respekt dafür, dass du auch schon nur einen Satz japanisch gelernt hast, geben sie dir dann mittels ihrer Herzlichkeit zurück!!

Japan hat was verändert in mir. Es hat was ausgelöst, ja es hat etwas bewirkt. Es hat mich nachhaltig beeinflusst auf eine wunderbare, positive Art und Weise! Dies hat zwar das Gesamtpaket Weltreise noch viel intensiver mit mir gemacht, aber Japan ist daran auch mitschuldig😊

Neben Englisch war ich noch nie wirklich motiviert eine Sprache zu erlernen. Wenn ich das nächste Mal auf Japan gehen werde, und ja das werde ich mit Garantie in den nächsten Jahren, dann werde ich sogar bereit sein davor japanisch zu lernen! Denn hier besteht meine Motivation darin, den Japanern entgegen zu kommen. Ausserdem werde ich so viel besser in diese spannende, herzliche Kultur eintauchen können. Und wie oben genannter Beispielssatz, es ist gar nicht so schwierig, wie man meint! Ich werde nämlich den absolut genialen Online Japanisch Kurs von Ronja Sakata «besuchen» und mich so optimal und easy, aber auch mit Fleiss, auf die kommende Reise vorbereiten können! www.ronjasakata.com

Wenn dir dieser Blog gefallen hat und du das Bedürfnis hast mir zu schreiben, dann darfst du das sehr gerne tun an: josia.zaugg@gmx.ch

Je nachdem wie die Rückmeldungen ausfallen werden, werde ich noch einen weiteren, und im gleichen zu auch letzten Blog schreiben, über ein Gesamtfazit von meiner Weltreise!

Ich wünsche dir eine wunderschöne Weihnachtszeit😊

To go places and do things that have never been done before – that’s what living is all about.

Photographs by josia zaugg.