Begleite mich auf meiner Weltreise


Einmal quer durch die USA

Posted by Josia Zaugg on September 1, 2017

4 Tage in Miami

Diese Stadt erinnerte mich an meine Karibikferien in der Dominikanischen Republik. Das Meer das ähnlich ist, die Sprache Spanisch die klar dominiert und auch die Stimmung kamen mir schon etwas karibisch vor. Eigentlich noch nicht so richtig amerikanisch wie man es erwarten würde. Die Leute in Miami sind sehr locker, freundlich und eigentlich fast immer gut gelaunt. Kein Wunder wenn man das Vorrecht hat, an einem so schönen Strand und Meer leben zu können! Der Boulevard entlang des Miami South Beaches ist dann auch das Highlight dieser City. Ein Restaurant und Nachtclub reihen sich nach dem anderen über etwa zwei Kilometer hinweg. Die Strasse die daran entlang verläuft gleicht abends dann einer Wettbewerbsshow der Superlative! Die schönsten, teuersten und luxuriösesten Autos die einem dem anderen die Show stehlen wollen. Sowas habe ich noch nirgends gesehen auf dieser Welt, und ich war doch schon in einigen Weltmetropolen!

Mein erstes Hostel war in der zweiten Etage, darüber und darunter befand sich ein Club. Wenigstens war das Zwölf - Bett Zimmer relativ schalldicht und man konnte schlafen. Da das Hostel aufgrund der super Lage am Boulevard und der günstigen Preise nach meiner 1. Nacht ausgebucht war, musste ich dann umziehen in ein anderes Hostel, dass auch relativ in der Nähe lag. Dort traf ich sogar eine Schweizerin aus Bischofszell! Wie klein die Welt einem erscheint, wenn man jemanden kennenlernt von zuhause, einfach tausende Kilometer weit davon entfernt.

Jeden Tag ging ich dann für zwei Stündchen an den Strand und genoss den feinkörnigen Sand sowie die sehr warmen Temperaturen. Erträglich wurde die Hitze aber erst so nach 16Uhr, davor war es gut um die 36 Grad heiss. Auch die Drohne konnte ich fliegen lassen und tolle Aufnahmen machen. Etwas wagemutig war die Aktion schon, denn unmittelbar der Küste entlang flogen die Helikopter extrem tief und es fehlten vielleicht noch 50 Meter Luftlinie zu einem Zusammenstoss. Wie der ausgegangen wäre will ich mir gar nicht wirklich vorstellen. Legal war die Sache allerdings, den Flughafenabstand von fünf Meilen habe ich genau eingehalten sowie auch die Flughöhe von maximalen 121Metern… Hier noch der Link dazu, was aus diesen Aufnahmen geschehen ist: zu meinem Video

3 Nächte in Las Vegas

Wie genial ist es wohl, wenn man in Las Vegas 21 Jahre alt wird? Nun ja, ich durfte das erleben! Irgendwie ein unbeschreibliches Gefühl wenn man in dieser Stadt volljährig werden darf (in den USA wird man erst mit 21 «erwachsen»). Selbstverständlich nutzte ich die Möglichkeit aus, meinen Geburtstag nach Las Vegas Standard zu feiern. In Nachtclubs kam ich zwar nicht hinein aufgrund meines Dresscodes der leider nicht ganz genügte mit kurzen Hosen, T-Shirt und Strassenschuhen. Einen Anzug und Ausgehschuhe haben natürlich keinen Platz in meinem Handgepäck… Dafür verbrachte ich dann die meiste Zeit in Casinos und hatte meinen Spass zuzuschauen, wie die Leute teilweise hunderte Dollars verspielten. Natürlich konnte auch ich nicht die Finger vom Glückspiel lassen und verlor insgesamt 40USD. Bei Sonnenaufgang ging es dann für mich ins Bett, währenddessen Las Vegas zu einem neuen Tag erwachte.

Das Hostel verfügte sogar über einen Pool, der natürlich sehr willkommen wirkte bei den heissen Temperaturen von knapp 40 Grad. Nach der Erfrischung im angenehm kühlen Wasser ging es für mich dann jeweils los die Stadt erkunden. Dem Strip (Hauptstrasse in Las Vegas) entlang, läuft man an einem Hotelkomplex nach dem anderen vorbei. Unglaublich was für riesige Hotels da gebaut wurden, unteranderem auch das grösste weltweit mit über 7000 Zimmern! Auch wimmelt es nur so von Spielautomaten und Casinos. Das erste das ich gesehen hatte beim Aussteigen aus dem Flieger waren natürlich Spielautomaten, was sonst. Als ich dann in der Tankstelle Wasser kaufte stehen sie wieder. Um an die Hotelrezeption gelangen zu können muss man in vielen Hotels erstmals quer durchs ganze Casino spazieren... Wirklich der Wahnsinn diese Stadt, schon fast etwas unreal!

Las Vegas ist definitiv eine Lichterstadt der Superlative! Mein Highlight war dann auch die Einlösung des Geburtstagsgeschenkes meiner Eltern. Ich wählte einen 15-minütigen Helikopterflug bei Nacht aus und es war ein absolut unvergessliches Erlebnis! Zu sehen wie diese Stadt glitzert und leuchtet rund um den Strip mit ihren gewaltigen Bauten, ist wirklich unbeschreiblich. Video dazu auf Instagram unter «70tageumdiewelt».

3 Tage in Los Angeles

In einer so riesigen Stadt war ich noch nie in meinem Leben, zumindest kam es mir so vor! Vom Flughafen zum zentral gelegenen Hostel in LA Hollywood, benötigte ich sagenhafte drei Stunden mit dem öffentlichen Verkehr. Dazu muss ich zwar ehrlich sein und gestehen, dass ich eine halbe Stunde in die falsche Richtung gefahren bin... Sprich eine Stunde Zeitverlust… In LA ist aber eine Stunde nicht wirklich lange, sage ich euch. Ich schätze, wenn man einmal quer durch die Stadt fährt mit dem Bus benötigt man locker zwei Stunden und das nicht mal unbedingt während der Rushhour. Vom Stadtteil Hollywood beispielsweise benötigt man 1.5h Busfahrt bis zum Santa Monica Pier und 2h zum Venice Beach. Da ich natürlich nicht gerade sehr lange Zeit hatte und dennoch möglichst viel sehen wollte, hiess das für mich im Schnitt 3-4 Stunden pro Tag im Bus ausharren. Lustigerweise konnte man zahlen was man wollte. Der Fahrpreis pro Strecke ist zwar taxiert mit 1.75USD, mit einem 1 Dollar Schein war die Busfahrerin aber jedes Mal zufrieden und so konnte ich mich sehr günstig fortbewegen. Was interessant ist, das überall in den USA wo ich war, der Beruf Busfahren von vielen Frauen ausgeübt wird. Ich hatte bisher mehr Busfahrerinnen als Busfahrer am Steuer…

Eine andere Entdeckung die ich machte, beziehungsweise eben nicht entdeckte waren Supermärkte in dieser endlos grossen Stadt. Keinen einzigen habe ich gesehen. Erklären kann ich mir das nicht wirklich ausser dass es wohl riesige Einkaufstempel geben muss am Stadtrand oder nur an gewissen Orten in der City. Was mir auch auffiel und man eigentlich weiss, waren die unzähligen Fastfood «Restaurants». Sich in den USA gesund zu ernähren ist wirklich eine Herausforderung! Die Früchte beispielsweise gibt es nicht in dieser Art und Fülle wie bei uns in der Schweiz. Wenn man dann aber doch mal was findet sind sie sehr teuer! Eine einzelne Banane am Kiosk für 1.60CHF umgerechnet… Ein Halbliter Becher gefüllt mit verschiedenen Früchten mindestens 5 Dollar. Wenn man dann aber hungrig ist und sich mal ein Stück Pizza kauft glitzert einem das Fett vom Käse nur so entgegen. Ich hatte das Gefühl, dass etwa alles 50% fettiger ist als bei uns in der Schweiz. Mich wundern die extrem vielen übergewichtigen Personen nicht mehr wirklich. Die USA ist, wenn wundert das schon, das Land mit den meisten übergewichtigen Menschen (über die Hälfte aller Amerikaner!).

Ein negatives Merkmal ist dann noch der Smog über LA, den man am besten vom Observatorium, von den Hollywood Hills aus sieht. Es sieht ein bisschen aus, als wäre die ganze Stadt in einen Nebelschleier gehüllt, was aber nur leider kein Nebel ist… Was mir aber besonders gut gefallen hatte war der Venice Beach mit dem legendären Skatepark vorne am Meer! Diese Kulisse, die sehr vielen Zuschauer und der geniale Skatepark bedeuten definitiv das Paradies für alle Skater und «Skaterfans». Auch der Santa Monica Pier welcher nur einige Kilometer westlich entfernt liegt ist sehr schön, dafür natürlich ein «wahnsinniges Touristenmagnet». Das bedeutet sehr teure Preise dafür viel originelle Unterhaltung von Künstlern aller Art. Los Angeles hat mir insgesamt doch sehr gut gefallen, sicher auch wegen des luxeriösen Hostels in dem ich «residierte» und den vielen Leuten aus aller Welt, die ich kennengelernt hatte.

3 Tage in San Francisco

Dass San Francisco teuer sein könnte hatte ich geahnt und auch gehört von anderen. Dass es aber derart teuer werden würde was die Übernachtungen anbetrifft, hatte mich dann doch überrascht. Dass lag sicher auch daran, das im Moment Hochsaison ist und es nicht gerade wahnsinnig viel Betten gibt in dieser schönen Stadt. Weil ich lange zögerte mit Buchungen, etwa zehn Tage vor Ankunft, wurden die Preise dann teurer und leider nicht billiger wie ich es mir erhofft hatte. Schlussendlich war ich in drei verschiedenen Unterkünften an drei verschiedenen Orten gelandet. Es war halt einfach die billigste Art und Weise… Die drei Übernachtungen kosteten mich dennoch ein «halbes Vermögen», etwa 150CHF (Schweizerpreise!). Somit habe ich mein Budget von 20CHF pro Nacht natürlich bei weitem gesprengt und werde versuchen müssen dieses Geld auf meiner restlichen Reise noch irgendwo einzusparen…

Es ist eine Stadt die sehr viel zu bieten hat! Kostenloser Eintritt zu diversen Sehenswürdigkeiten, den Boulevard am Meer entlang (Fishermans Wharf) und natürlich noch die weltbekannte Golden Gate Bridge. Auch die Twin Peaks, die beiden «Zwillingshügel» sind definitiv ein Besuch wert. Oben angekommen erwartete mich eine gewaltige Aussicht auf die gesamte City bis zur Golden Gate Bridge. San Francisco ist ausserdem auf Hügeln erbaut worden, zumindest derjenige Stadtteil in der Nähe des Meeres. Dies merkt man besonders gut an den teilweise extrem steilen Strassen. Die Cable Cars die mittels Drahtseilen die Strasse nach oben gezogen werden sind sicher ein Highlight, dass man gesehen haben sollte. Nur leider sehr teuer, 7CHF umgerechnet für eine einfache Fahrt. Zu teuer für mein Portemonnaie, was bedeutete, die steilen Hänge nach oben zu wandern. Auf alle Fälle eine schweisstreibende Sache aber die Aussicht von oben hat dies kompensiert.

San Francisco hat mir wahnsinnig gut gefallen und gehört zu meinen Favoriten der bisherigen Reise! Schaut unbedingt noch das Video an, ich konnte wieder einmal richtig tolle Aufnahmen machen mit meiner geliebten Drohne, der Dji Mavic Pro: zu meinem Video

To go places and do things that have never been done before – that’s what living is all about.

Photographs by josia zaugg.